#Folge 1


Mehr Umsatz, weniger Kontrolle? Plattformrealität vs D2C-Vision

Amazon, Idealo & Co. – für viele D2C-Marken sind sie Fluch und Segen zugleich. Einerseits bringen sie Reichweite und Umsatz, andererseits machen sie es schwer, eine eigenständige Marke mit klarer Identität aufzubauen.

Denn wer auf Plattformen verkauft, spielt nicht nach eigenen Regeln: Preise rutschen, Wettbewerber kopieren dreist das Design und die Marke wird zur beliebigen Kachel im Angebotsdschungel. Wie gelingt es trotzdem, sichtbar zu bleiben – ohne sich komplett fremdsteuern zu lassen? Genau darum geht’s in dieser Folge.



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Keine Lust zu hören? Die schriftliche Zusammenfassung gibt es hier:

Kunde im Fokus:
Logo

Branche: D2C-Marke für Baby-Erstausstattung

Bekannt für: Schlafsäcke mit Füßen

Gründung: 2018 in Düsseldorf

Gründerteam: Aline & Fabian

Finanzen: 2 Jahre defizitär, ab dem 3. Jahr profitabel

Verkaufte Produkte: Über 850.000 – v. a. Schlafsäcke, Heimtextilien & Krabbeldecken

Teamgröße: Rund 25 Mitarbeitende

Community: 120.000 Follower auf Instagram

Kundenbewertungen: Über 26.000 mit Ø 4,9 Sternen (Reviews.io)

Aktueller Fokus: Expansion in europäische Märkte

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Die Top Stärken des Unternehmens

Klarer Markenauftritt

Zeitlose Designs, hochwertige Materialien und ein Look, der Eltern anspricht – nicht nur Babys. Die Marke wirkt erwachsen, durchdacht und konsequent. Statt auf kurzfristige Hypes zu setzen, positioniert sich Emma & Noah als verlässliche Größe im D2C-Markt.

Kanal-Mix mit Substanz

Amazon, SEO, Social Media, Ads – bei Emma & Noah greifen alle Kanäle sinnvoll ineinander. Die Marke ist weder von Push- noch von Pull-Kanälen abhängig. 15.000 Markensuchen pro Monat sprechen für sich: Sichtbarkeit, die bleibt.

Gesundes Wachstum

Hier geht’s nicht um schnelles Skalieren, sondern um nachhaltigen Aufbau. Ob neue Märkte, Teamstruktur oder Produktstrategie – alles wirkt geplant und kontrolliert. Wachstum mit Augenmaß, ohne auf Agilität zu verzichten.

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Die Top 3 Herausforderungen & unsere Ableitungen

Preisstrategie unter Plattform-Druck

Plattformen wie Amazon bieten Reichweite – aber sie haben ihren Preis. Und der wird nicht nur in Gebühren bezahlt, sondern auch mit einem Verlust an Kontrolle: über Preise, Sichtbarkeit und sogar Markenwirkung. Wer heute auf Amazon verkauft, steht unter konstantem Preisdruck – durch Wettbewerber, durch Algorithmen, durch Plattformlogiken wie Prime-Versand oder Preisparität. Selbst Marken, die stark auftreten – wie Emma & Noah mit hochwertigen Bildern, klarer Markenkommunikation und stimmiger Produktpräsentation – laufen Gefahr, von No-Name-Anbietern kopiert und unterboten zu werden.

👉 Wir sehen: Die eigene Preisstrategie wird auf Plattformen schnell fremdgesteuert. Marken haben dort wenig Spielraum, wenn sie nicht bereit sind, ständig in Ads zu investieren oder bei jedem Rabatt mitzugehen. Für uns ist klar: Sichtbarkeit auf Plattformen ist nur dann gesund, wenn sie nicht zur alleinigen Wachstumsstrategie wird – sondern Teil eines klug austarierten Mixes bleibt.

Kundenbindung? Nur außerhalb der Plattform

Plattformkunden sind bequem – aber sie gehören nicht dir. Amazon behält die Datenhoheit, lässt keine echten Beziehungen zu und erschwert jede Form von CRM oder Wiederverkauf. Gerade in einem Markt wie Baby-Erstausstattung, wo es natürliche Wiederkaufmomente gibt (neue Größen, neue Designs, Geschenke), ist das eine verpasste Chance.

👉 Unsere Erfahrung zeigt: Plattformen können ein wirksamer Akquisekanal sein – wenn das Geschäftsmodell so gebaut ist, dass der Zweitkauf im eigenen Shop passiert. Dafür braucht es konkrete Mechanismen: Rabattcodes, exklusive Bundles, Content-Strategien, die Vertrauen schaffen. Und vor allem: Echte Mehrwerte abseits des reinen Produkts. Kundenloyalität entsteht nicht durch die günstigste Kasse, sondern durch Identifikation und Beziehung.

Die Zukunft gehört nicht (nur) dem eigenen Shop

Die vielleicht größte Herausforderung ist eine, die gerade erst beginnt: Plattformen und KI-Systeme verdrängen klassische Customer Journeys. Google Shopping listet Produkte wie Kacheln – Amazon, Otto & Co. bieten die Kasse gleich mit. Und in der Welt von KI-Shopping, Voice Commerce oder Zero-Click-Ergebnissen wird nicht mal mehr die eigene Website besucht.

👉 Wir beobachten: Selbst wenn Marken ihre gesamte Kommunikation und Content-Investitionen selbst stemmen, kassiert am Ende oft jemand anderes. Reseller oder Plattformen bieten auf Markenbegriffe, gewinnen den Bottom-Funnel – und nehmen die Marge mit. Deshalb braucht es eine Repositionierung des eigenen Online-Shops: Nicht nur als Checkout, sondern als Schaltzentrale. Hier findet Markenbildung statt, hier lebt die Community, hier entsteht Vertrauen. Wer diese Assets nicht aktiv aufbaut, wird im künftigen Wettbewerb austauschbar.

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Unsere Aha-Momente

Das solltest du aus der Folge mitnehmen – kurz, klar und auf den Punkt gebracht 🎯

Plattformen helfen – aber treiben dich auch: Reichweite und Umsatz gibt’s nicht ohne Preis. Wer auf Plattformen verkauft, verliert schnell Kontrolle über Preis, Sichtbarkeit und Positionierung. Das funktioniert nur, wenn du nicht alles mitmachst – sondern deine Marke bewusst dagegen positionierst.

Datenhoheit ist kein Luxus, sondern Pflicht: Ohne direkte Beziehung zum Kunden fehlt dir der Hebel für Wiederkäufe, Loyalität und CRM. Plattformen können ein Einstieg sein – aber nur, wenn du dir den Exit in den eigenen Shop clever baust.

Dein Shop ist mehr als nur Checkout: Ob Google Shopping, KI-Tools oder Voice Commerce – der Kaufabschluss verlagert sich. Aber: Die Markengeschichte, die Community und die Differenzierung passieren auf deinen eigenen Kanälen. Sie bleiben entscheidend – gerade jetzt.

Unsere Ninja Hosts 🥷🏼 

Yvonne Romes

Hi, ich bin Yvonne!

Ursprünglich dachte ich, Politik- und Rechtswissenschaften wären mein Ding – doch schon bald hat mich die digitale Welt mit ihrer Kombination aus Technologie und Kreativität gepackt. In meinen verschiedenen Stationen im eCommerce habe ich mich vor allem mit der Verbindung von Online Marketing, Datenanalyse und jetzt neu: Künstlicher Intelligenz beschäftigt.

Heute bei Planinja bringe ich meine Expertise in der Prozessoptimierung, KI und Marketing-Analyse ein. In unserem neuen Podcast gebe ich regelmäßig Einblicke anhand von praktischen Beispielen unserer Kunden, die euch helfen tiefere und ehrliche Einblicke in die Welt des Online-Marketings zu erlangen.

Hi, ich bin Philipp!

Meine Reise im digitalen Marketing begann schon mit 14 Jahren, als ich mein eigenes ein News-Magazin gegründet habe. Während meines Marketingmanagement-Studiums und meiner Zeit als SEO und Online Marketer habe ich mich immer wieder in spannende Projekte gestürzt und eigene Online-Businesses nebenbei aufgebaut.

Heute bei Planinja teile ich meine Leidenschaft für Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing. In unserem Podcast gebe ich euch regelmäßig meine besten Tipps, wie ihr euren Content gezielt für Google und eure Zielgruppe optimieren könnt, um mehr Sichtbarkeit und Erfolg zu erzielen.

Philipp Tusch

 

Sollen wir Dein Unternehmen mal unter die Lupe nehmen?

Nutze die Chance bei unserem Marketing mal ehrlich Podcast dabei zu sein und einmalige Einblicke in Deine aktuelle Marketingstrategie zu erhalten – mit echten Einschätzungen und Mehrwert für Dich und andere begeisterte Marketer da draußen. Es geht ganz einfach:

1

Formular ausfüllen Einfach auf den Button klicken, Formular ausfüllen und abwarten.

2

Wir melden uns bei Dir Wir schauen uns Deine Nachricht an und machen einen Termin mit Dir aus. So können wir nochmal alles persönlich besprechen.

3

Ehrliches Audit Wir gehen ins Detail und schauen uns an was funktioniert und was noch besser gemacht werden kann – ganz ehrlich eben.

Werde hier Teil unseres Podcasts →

 

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