#Folge 4
Vom Funnel zum Flipper – wie Costumer Journeys in Zeiten von KI funktionieren
Was, wenn der klassische Funnel nicht mehr greift?
Wenn Nutzer:innen nicht mehr Schritt für Schritt zur Marke finden – sondern springen, vergleichen, teilen, sofort kaufen oder komplett abspringen?
Genau das beobachten wir im Marketing-Alltag immer häufiger. Die Customer Journey ist kein Trichter mehr – sondern ein Spielfeld. Und genau deshalb haben wir bei Planinja ein neues Modell entwickelt: das APPS-Flipper-Modell.
In dieser Folge nehmen wir dich mit hinter die Kulissen:
Wie das Modell entstanden ist, warum es dringend nötig war – und wie Marken wie RYZON es nutzen können, um ihr Marketing ehrlicher, relevanter und wirksamer zu machen.

Der Flipper statt Funnel

Stell dir die Customer Journey nicht mehr als linearen Funnel vor – sondern als Spielfeld.
Das APPS-Flipper-Modell bricht mit der Vorstellung, dass Menschen sich in festen Phasen bewegen. Stattdessen prallen sie wie eine Kugel im Flipper-Automaten an unterschiedlichen Touchpoints ab – springen zwischen Marke, Produkt und Lösung hin und her – und entscheiden dabei selbst, wie ihre Reise aussieht.
Das Modell besteht aus zwei Kernelementen:
- Adaptiv: Inhalte passen sich dynamisch an
- Personalisiert: Jeder Touchpoint kann individuell ausgespielt werden
- Predictive: Datenbasierte Prognosen verbessern NutzerfĂĽhrung
- Self-Accelerating: Empfehlungen und Community-Effekte treiben andere Nutzer:innen an
Die Touchpoints einer Marke liegen auf einer kreisförmigen Fläche, aufgeteilt in drei Zonen:
- Brand – Wer bist du als Marke?
- Product – Was bietest du konkret an?
- Solution – Welches Problem löst du?
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Jeder Nutzer steigt an einem anderen Punkt ein – und springt individuell weiter.
Was zählt: Alle drei Zonen müssen zugänglich und relevant sein. Nur so entsteht ein echtes Markenerlebnis.
Wie das Flipper-Modell bei RYZON greift
Was passiert, wenn Menschen nicht mehr einfach in „Phasen“ denken – sondern in Eindrücken, Impulsen und Bedürfnissen?
Der Case RYZON zeigt, wie vielfältig und individuell Customer Journeys heute wirklich ablaufen. Die Kölner Performance-Marke trifft auf ganz unterschiedliche Einstiegslogiken – und genau hier wird das APPS-Flipper-Modell praktisch:
1. Einstieg über die Marke („Brand Fit“)
„Geile Marke. Sieht hochwertig aus. Will ich auch tragen.“
Viele Nutzer:innen entdecken RYZON über Social Media, Clubs oder Athlet:innen, denen sie folgen. Sie sind sofort vom Markenbild angezogen – vom „R“, der Bildsprache, der Haltung.
Doch: Das allein reicht nicht fĂĽr eine Conversion.
Die nächste Frage lautet:
👉 Gibt es überhaupt ein Produkt, das zu mir passt?
👉 Brauche ich das?
Hier schwenkt die Journey weiter zu Product Fit und Solution Fit. Das Flipper-Modell zeigt:
Markenbindung entsteht nicht nur durch Image, sondern durch Anschlussfähigkeit.
2. Einstieg über ein Produkt („Product Fit“)
„Ich suche das beste Radtrikot fĂĽr den Sommer – RYZON taucht im Vergleich auf.“
Andere steigen direkt über ein konkretes Produkt ein – z. B. über einen Vergleichsartikel, eine Produktempfehlung oder durch gezielte Suche.
Jetzt stellt sich die Frage:
👉 Was ist das für eine Marke?
👉 Wofür steht sie? Passt das zu mir?
Dieser Schwenk zu Brand Fit ist kritisch – denn hier entscheidet sich, ob aus einem interessierten User auch ein überzeugter Kunde wird.
Und: Wenn der Einstieg ĂĽber Preisvergleich kommt, ist Pricing ein zentrales Thema.
→ Hochpreisigkeit muss erklärt, begründet und mit Werten unterfüttert werden.
→ Ein zu offensiver Rabatt kann das Markenbild gefährden – ein zu hoher Preis ohne Story schreckt ab.
Hier zeigt das Modell, wie wichtig personalisierte Touchpoints und flexible Inhalte sind – z. B. Landingpages, die Brand Story und Produktsinn zusammenbringen.
3. Einstieg über ein konkretes Bedürfnis („Solution Fit“)
„Ich brauche ein Shirt, das bei 30 Grad nicht durchgeschwitzt ist.“
Diese Nutzer:innen denken nicht in Marken oder konkreten Produkten – sie suchen eine Lösung für ein Problem.
RYZON kann hier nur ĂĽberzeugen, wenn die Produktvorteile klar und anwendungsnah kommuniziert werden.
Aber: Auch diese User werden sich fragen…
👉 Wer steckt dahinter? Kann ich der Marke vertrauen?
Das heißt: Auch hier muss der Flipper weitergehen – in Richtung Brand Fit und Product Fit.
Herausforderung: Diese Nutzer sind besonders kritisch – wenn sie den Nutzen nicht sofort erkennen, springen sie ab.
→ Hier hilft vorausschauende Nutzerführung (Predictive) und Content, der auf konkreten Use-Cases basiert.
Fazit: Der Flipper denkt weiter
Das solltest du aus der Folge mitnehmen – kurz, klar und auf den Punkt gebracht 🎯
Du möchstest tiefer in das Thema einsteigen?
Wenn du tiefer ins APPS-Flipper-Modell einsteigen möchtest, haben wir noch mehr für dich: Auf einer eigenen Seite findest du weiterführende Infos, Anwendungsbeispiele und visuelle Erklärungen rund um das Modell. Und wenn du das Ganze direkt auf dein eigenes Marketing übertragen willst, kannst du unser interaktives Miro-Board nutzen – dort lässt sich der Flipper Schritt für Schritt auf deine Touchpoints anwenden.
Unsere Ninja Hosts 🥷🏼Â
Hi, ich bin Yvonne!
Ursprünglich dachte ich, Politik- und Rechtswissenschaften wären mein Ding – doch schon bald hat mich die digitale Welt mit ihrer Kombination aus Technologie und Kreativität gepackt. In meinen verschiedenen Stationen im eCommerce habe ich mich vor allem mit der Verbindung von Online Marketing, Datenanalyse und jetzt neu: Künstlicher Intelligenz beschäftigt.
Heute bei Planinja bringe ich meine Expertise in der Prozessoptimierung, KI und Marketing-Analyse ein. In unserem neuen Podcast gebe ich regelmäßig Einblicke anhand von praktischen Beispielen unserer Kunden, die euch helfen tiefere und ehrliche Einblicke in die Welt des Online-Marketings zu erlangen.
Hi, ich bin Philipp!
Meine Reise im digitalen Marketing begann schon mit 14 Jahren, als ich mein eigenes ein News-Magazin gegründet habe. Während meines Marketingmanagement-Studiums und meiner Zeit als SEO und Online Marketer habe ich mich immer wieder in spannende Projekte gestürzt und eigene Online-Businesses nebenbei aufgebaut.
Heute bei Planinja teile ich meine Leidenschaft für Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing. In unserem Podcast gebe ich euch regelmäßig meine besten Tipps, wie ihr euren Content gezielt für Google und eure Zielgruppe optimieren könnt, um mehr Sichtbarkeit und Erfolg zu erzielen.
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