#Folge 7


Agentic Marketing: Dirigiert der Marketer nur noch das KI-Orchester?

KI ist längst im Marketing-Alltag angekommen – trotzdem bleibt vieles unklar. Zwischen Buzzwords wie KI-Agenten, Automatisierung und Agentic Marketing stellt sich für viele die gleiche Frage: Was bringt KI wirklich im Daily Doing?

In dieser Folge nehmen wir die interne Perspektive ein. Es geht darum, wie KI Arbeitsprozesse im Marketing verändert, wo heute schon echte Effizienzgewinne entstehen – und warum große KI-Versprechen oft an der Praxis scheitern.

Anhand des Praxisbeispiels Handyhase.de sprechen wir ehrlich darüber, wie Marketingteams mit KI umgehen können, ohne sich in Hypes oder Tool-Wildwuchs zu verlieren.



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Keine Lust zu hören? Die schriftliche Zusammenfassung gibt es hier:

Kunde im Fokus:
Logo
Geschäftsmodell: Affiliate- und News-Portal
Schwerpunkt: Mobilfunk, Handytarife, Smartphones & Smart Home
Gründung: Deutsches Unternehmen, gegründet von Carsten Graupner
Beteiligung: u. a. Trimexa GmbH (weitere Deal-Plattformen)
Umsatz: ca. 1,7 Mio. Euro (2023)
Reichweite: rund 4 Mio. Nutzer im letzten Jahr
Hauptkanal: SEO / organische Suche
Einnahmen: Affiliate-Provisionen, zunehmend ergänzt durch WKZ
Marktumfeld: stark wettbewerbsintensiv, schnelllebig, performancegetrieben

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Die Top Stärken des Unternehmens

 

Funktionalität vor Markenromantik

Handyhase setzt konsequent auf Nutzen statt Storytelling. Nutzer kommen mit einem konkreten Problem – und bekommen schnell eine Lösung. Deals, Tarife, Einordnungen: klar, direkt und ohne Umwege. Die Marke entsteht nicht durch Emotion, sondern durch Verlässlichkeit und Performance.

 

Geschwindigkeit als Wettbewerbsvorteil

Der Mobilfunkmarkt ist extrem schnelllebig – und genau hier spielt Handyhase seine Stärke aus. Neue Tarife, Aktionen oder Geräte werden früh aufgegriffen, eingeordnet und veröffentlicht. First Mover zu sein, ist kein Zufall, sondern Ergebnis eingespielter Abläufe und klarer Prioritäten.

 

Etablierte Routinen & Prozesse

Ob iPhone-Launch, neue Tarifgeneration oder saisonale Peaks: Handyhase arbeitet mit festen Mustern, klaren Timings und erprobten Prozessen. Diese Routine ermöglicht konstante Qualität bei hoher Frequenz – ein entscheidender Faktor in einem Markt, in dem Aktualität über Sichtbarkeit entscheidet.

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Die Top 3 Herausforderungen & unsere Ableitungen

 

Die Commodity Trap: Wenn Content austauschbar wird

Vergleichstabellen, Preis-APIs, Templates, KI-generierte Texte – im Affiliate-Marketing nutzen viele dieselben Werkzeuge. Das Ergebnis: Inhalte ähneln sich immer mehr. Gleichzeitig vermarkten Mobilfunkanbieter ihre Deals selbst, über eigene Kanäle und Plattformen. Differenzierung wird zur Ausnahme, nicht zur Regel.

👉 Unsere Ableitung: Content allein reicht nicht mehr. Der Mehrwert entsteht dort, wo menschliche Einordnung, Erfahrung und echte Expertise ins Spiel kommen. E-E-A-T wird vom Buzzword zur Überlebensfrage. Wer keine klare Perspektive bietet, gerät zwangsläufig in Preis- und Effizienzdruck. Deshalb wird Community zum entscheidenden Asset: Austauschbarkeit beim Content, Nicht-Austauschbarkeit bei Beziehungen.

 

Abhängigkeit von externen Playern

Handyhase ist als Affiliate-Vermittler doppelt abhängig: von Google und von seinen Partnern. Core Updates entscheiden über Sichtbarkeit, Traffic und damit über das Geschäftsmodell. Gleichzeitig bestimmen Affiliate-Partner über Provisionen, Tarife und Margen. Autonomie sieht anders aus.

👉 Unsere Ableitung: Das ist kein individuelles Problem, sondern das strukturelle Dilemma des Affiliate-Marketings. Strategien müssen ständig an fremde Regeln angepasst werden. Umso wichtiger wird es, eigene Assets aufzubauen – Reichweite, Vertrauen, Community – und neue Erlösmodelle zu denken, die nicht ausschließlich von Traffic und Provisionen abhängen.

 

KI: Ernüchterung statt Heilsversprechen

Nach der Hypephase kommt die Realität: Große KI-Projekte bleiben oft ohne messbaren Effekt. Studien zeigen, dass rund 95 % aller KI-Initiativen keinen echten Mehrwert liefern. Der Grund liegt selten in der Technologie – sondern in falschen Erwartungen.

👉 Unsere Ableitung: Der echte Hebel liegt nicht im nächsten großen KI-Rollout, sondern in der Alltags-KI. Kleine Effizienzgewinne in Recherche, Vorbereitung, Reporting oder Analyse summieren sich – gerade in prozesslastigen Unternehmen wie Handyhase. Entscheidend ist nicht das Tool, sondern die Prozesslogik dahinter: weniger Übergaben, weniger Wartezeiten, weniger doppelte Arbeit.
KI entwickelt sich dabei schrittweise – vom Assistenz-Tool über feste Prozessschritte bis hin zur vollständigen Übernahme von Routinen. Der Schlüssel liegt in gemeinsamen Standards, Wissensaustausch im Team und einer offenen Kultur des Testens.

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Unsere Aha-Momente

Das solltest du aus der Folge mitnehmen – kurz, klar und auf den Punkt gebracht 🎯

 
Content wird Commodity – Haltung nicht: Vergleichstabellen, Deals und KI-Texte sind leicht kopierbar. Was bleibt, ist menschliche Einordnung, Erfahrung und eine klare Perspektive. Differenzierung entsteht nicht durch mehr Content, sondern durch Relevanz und Expertise.

 
Abhängigkeit ist das Grundproblem im Affiliate-Modell: Wer von Google-Rankings und Partner-Provisionen lebt, ist nie wirklich autonom. Sichtbarkeit und Einnahmen hängen von externen Regeln ab. Umso wichtiger wird es, eigene Assets aufzubauen – Community, Vertrauen und direkte Beziehungen.

 
KI wirkt im Alltag – nicht im Hype: Der größte Mehrwert entsteht nicht durch große KI-Projekte, sondern durch viele kleine Effizienzgewinne im Tagesgeschäft. Wer KI als festen Bestandteil seiner Prozesse denkt – statt als Einmal-Tool – schafft echte Entlastung und Skalierbarkeit.

Unsere Ninja Hosts 🥷🏼 

Yvonne Romes

Hi, ich bin Yvonne!

Ursprünglich dachte ich, Politik- und Rechtswissenschaften wären mein Ding – doch schon bald hat mich die digitale Welt mit ihrer Kombination aus Technologie und Kreativität gepackt. In meinen verschiedenen Stationen im eCommerce habe ich mich vor allem mit der Verbindung von Online Marketing, Datenanalyse und jetzt neu: Künstlicher Intelligenz beschäftigt.

Heute bei Planinja bringe ich meine Expertise in der Prozessoptimierung, KI und Marketing-Analyse ein. In unserem neuen Podcast gebe ich regelmäßig Einblicke anhand von praktischen Beispielen unserer Kunden, die euch helfen tiefere und ehrliche Einblicke in die Welt des Online-Marketings zu erlangen.

Hi, ich bin Philipp!

Meine Reise im digitalen Marketing begann schon mit 14 Jahren, als ich mein eigenes ein News-Magazin gegründet habe. Während meines Marketingmanagement-Studiums und meiner Zeit als SEO und Online Marketer habe ich mich immer wieder in spannende Projekte gestürzt und eigene Online-Businesses nebenbei aufgebaut.

Heute bei Planinja teile ich meine Leidenschaft für Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing. In unserem Podcast gebe ich euch regelmäßig meine besten Tipps, wie ihr euren Content gezielt für Google und eure Zielgruppe optimieren könnt, um mehr Sichtbarkeit und Erfolg zu erzielen.

Philipp Tusch

 

Sollen wir Dein Unternehmen mal unter die Lupe nehmen?

Nutze die Chance bei unserem Marketing mal ehrlich Podcast dabei zu sein und einmalige Einblicke in Deine aktuelle Marketingstrategie zu erhalten – mit echten Einschätzungen und Mehrwert für Dich und andere begeisterte Marketer da draußen. Es geht ganz einfach:

1

Formular ausfüllen Einfach auf den Button klicken, Formular ausfüllen und abwarten.

2

Wir melden uns bei Dir Wir schauen uns Deine Nachricht an und machen einen Termin mit Dir aus. So können wir nochmal alles persönlich besprechen.

3

Ehrliches Audit Wir gehen ins Detail und schauen uns an was funktioniert und was noch besser gemacht werden kann – ganz ehrlich eben.

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