#Folge 16


E-Mail-Marketing & KI: Newsletter – Trash or Cash?

Gefühlt jede zweite Bewerbung im Junior-Marketing erwähnt ihn: den Newsletter, den man im Praktikum verantwortet hat. Oft geht er freitagnachmittags noch schnell raus. Inzwischen fassen KI-Tools die Inbox zusammen, die Öffnungsrate sagt kaum noch etwas aus, und Rabattmails bleiben ungelesen liegen. Hat E-Mail-Marketing ausgedient? Oder ist es gerade jetzt einer der wenigen Kanäle, auf denen Marken ihre Kund:innen ohne Algorithmus und ohne Werbebudget erreichen?
Am Beispiel von feey, dem Schweizer Onlineshop für Zimmerpflanzen, zeigen wir in dieser Folge, wie ein Newsletter mit echter Substanz aussieht und welche Inhalte auch eine KI-Zusammenfassung überstehen.



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Keine Lust zu hören? Die schriftliche Zusammenfassung gibt es hier:

Kunde im Fokus:
feey Logo

Branche: E-Commerce / D2C-Onlineshop für Zimmerpflanzen

Standort: Uzwil / St. Gallen, Schweiz

Struktur: Schweizer Start-up mit rund 30 Mitarbeitenden, aktiv in der Schweiz, Deutschland und Österreich

Kernkompetenz: Zimmerpflanzen „Swiss made“ aus eigener Zucht, teils aus der eigenen Vertical Farm

Besonderheit: Bekannt aus „Die Höhle der Löwen Schweiz“ und mehrfach mit dem Digital Commerce Award ausgezeichnet

Herausforderung: E-Mail-Marketing relevant halten, obwohl Öffnungsraten unzuverlässig sind und KI-Tools die Inbox zusammenfassen

Strategie: Neben dem Newsletter kontextbezogene Mails, etwa Gießerinnerungen passend zur gekauften Pflanze oder ein Pflanzenkurs per E-Mail

USP: Newsletter von Leuten, die sich mit Pflanzen wirklich auskennen, plus Einblicke ins Team

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Die Top Stärken des Unternehmens

Newsletter mit Substanz

Bei feey schreiben die Leute, die sich auch um die Pflanzen kümmern. Wer den Newsletter liest, lernt etwas über Anzucht und Pflege. Die Gießerinnerung kommt passend zur gekauften Pflanze, und wer tiefer einsteigen will, bucht den Pflanzenkurs per E-Mail.

Schlanker Tool-Stack

Ein Shopify-Shop mit Klaviyo dahinter: mehr braucht feey nicht. Aus diesem typischen D2C-Baukasten holt das Team erstaunlich viel heraus. Dem Shop sieht man nicht an, dass er auf Standard-Tools läuft.

Branding mit Gesicht

Die Marke hat wiedererkennbare Elemente und zieht sie bis in den Newsletter durch. Dort erzählt das Team, wer aus der Elternzeit zurück ist oder was beim Verpacken gerade los war. Man merkt: Die Mitarbeitenden stehen hinter der Marke.

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Die Top 3 Herausforderungen & unsere Ableitungen

Die Öffnungsrate ist keine Metrik mehr

Seit dem Privacy-Update von Apple werden Mails vorgeladen und zählen automatisch als geöffnet. Auch bei Google ist die Öffnungsrate inzwischen kaum noch valide. Die E-Mail-Tools rechnen hoch, verlassen kann man sich darauf nicht. Viele Teams tun sich deshalb schwer, ihre Arbeit intern zu belegen, und setzen lieber auf Rabattmails, weil die sich gut tracken lassen.

👉 Wir sehen: Eigene CTAs, eine kleine Bewertung am Ende des Newsletters oder individuelle Codes helfen als Workaround. Ob die Mails jemanden über mehrere Ausgaben hinweg zum nächsten Kauf führen, zeigt das allerdings nicht. Wer den Kanal nur am einzelnen Mailing misst, unterschätzt ihn.

Newsletter als reine Rabattschlacht

Freitagnachmittag füllt sich die Inbox mit „15 % nur für dich“. Die meisten dieser Mails liest niemand, viele führen direkt zur Abmeldung. Wer ständig Rabatte verschickt, bringt seinen Kund:innen außerdem bei, auf den nächsten Code zu warten. Den günstigsten Preis finden KI und Preisvergleich sowieso.

👉 Unsere Erfahrung zeigt: Grundsätzlich spricht nichts gegen Rabatte im Newsletter. Sie holen Bestandskund:innen in den Shop, die gerade gar nicht kaufen wollten, und sind damit ein echter Wiederkauf-Trigger. Glaubwürdig bleibt das nur, wenn zwischendurch anderer Content kommt. Auch feey verschickt Rabattaktionen, mischt sie aber mit Geschichten aus dem Team.

KI fasst deinen Newsletter zusammen

Viele Inboxen zeigen inzwischen eine KI-Zusammenfassung statt jeder einzelnen Mail. Die wichtige Rabattaktion wird dort zum Halbsatz oder fällt ganz raus. Newsletter, die nur rausgehen, weil sie im Plan stehen, gehen darin unter.

👉 Wir beobachten: Hängen bleiben Geschichten mit erkennbarem Absender. Im Sommerloch schrieb feey zum Beispiel, das Lagerteam langweile sich, und bat die Community um Pflanzenwitze. Eine andere Mail zeigte die Setzlinge, die später im Adventskalender landen.

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Unsere Aha-Momente

Das solltest du aus der Folge mitnehmen – kurz, klar und auf den Punkt gebracht 🎯

Macht euer E-Mail-Marketing menschlich: Kaum ein Kanal transportiert eine Marke so gut wie E-Mail, und Menschen kaufen bei Menschen, denen sie vertrauen. Lass deshalb echte Expertinnen und dein Team zu Wort kommen. So wird aus dem Pflicht-Newsletter E-Mail-Marketing, das man gern liest.
Content first, Format second: Ein Newsletter ist kein Punkt auf der Freitags-To-do-Liste. Er ist ein eigener Kanal und braucht, genau wie Social Media, eine Strategie. Überleg zuerst, welche Geschichte du erzählen willst, und entscheide danach, wann und in welcher Form sie rausgeht. Was du selbst nicht lesen würdest, musst du auch nicht verschicken.
Rabatte ja, aber im Mix: Ein Rabattcode holt Leute zurück in den Shop. Kommt er jede Woche, nimmt ihn aber niemand mehr ernst. Verpack Angebote deshalb in Geschichten, die man der Marke abnimmt. Dann wirken sie nicht aufdringlich und haben bessere Chancen, auch in der KI-Zusammenfassung aufzutauchen.

Unsere Ninja Hosts 🥷🏼 

Yvonne Romes

Hi, ich bin Yvonne!

Ursprünglich dachte ich, Politik- und Rechtswissenschaften wären mein Ding – doch schon bald hat mich die digitale Welt mit ihrer Kombination aus Technologie und Kreativität gepackt. In meinen verschiedenen Stationen im eCommerce habe ich mich vor allem mit der Verbindung von Online Marketing, Datenanalyse und jetzt neu: Künstlicher Intelligenz beschäftigt.

Heute bei Planinja bringe ich meine Expertise in der Prozessoptimierung, KI und Marketing-Analyse ein. In unserem neuen Podcast gebe ich regelmäßig Einblicke anhand von praktischen Beispielen unserer Kunden, die euch helfen tiefere und ehrliche Einblicke in die Welt des Online-Marketings zu erlangen.

Hi, ich bin Philipp!

Meine Reise im digitalen Marketing begann schon mit 14 Jahren, als ich mein eigenes ein News-Magazin gegründet habe. Während meines Marketingmanagement-Studiums und meiner Zeit als SEO und Online Marketer habe ich mich immer wieder in spannende Projekte gestürzt und eigene Online-Businesses nebenbei aufgebaut.

Heute bei Planinja teile ich meine Leidenschaft für Suchmaschinenoptimierung und Content Marketing. In unserem Podcast gebe ich euch regelmäßig meine besten Tipps, wie ihr euren Content gezielt für Google und eure Zielgruppe optimieren könnt, um mehr Sichtbarkeit und Erfolg zu erzielen.

Philipp Tusch

 

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Wir melden uns bei Dir Wir schauen uns Deine Nachricht an und machen einen Termin mit Dir aus. So können wir nochmal alles persönlich besprechen.

3

Ehrliches Audit Wir gehen ins Detail und schauen uns an was funktioniert und was noch besser gemacht werden kann – ganz ehrlich eben.

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