SEO für Online-Shops: Diese Tipps helfen dir zu mehr Traffic

Als Online-Shop willst Du gefunden werden. Gleichzeitig bringt SEO für Online-Shops ganz neue Herausforderungen mit sich. Wir zeigen dir in diesem Guide, welche Themen Du in der Suchmaschinenoptimierung beachten musst – damit es dein Shop auf die Pole-Position bei Google schafft.

schedule Lesezeit ca. 17 min

In aller Kürze – das erwartet dich:

  • Du bekommst in diesem Artikel strategische und praktische Insights fürs SEO in Online-Shops. Es geht um Keywords, Onpage-SEO, die technische Struktur und das Content-Marketing.
  • Dieser Beitrag liefert Einblicke in die unterschiedlichen Keyword-Arten für Online-Shops.
  • Du erfährst, wie Du deine Kategorie- und Produktseiten im SEO strategisch optimierst.
  • Es geht um technisches SEO und was Themen wie Pagination und Struktur für deine SEO-Performance bedeuten.
  • Du bekommst eine Strategie, wie Du relevante Inhalte entlang der Customer Journey erstellst und deinen Online-Shop im SEO ganz nach vorn bringst.
Wir helfen Dir mit deinem SEOIn diesem Guide zeigen wir dir, wie Du deinen Online-Shop bei Google nach vorn bringst. Wie immer gilt: Hast Du Fragen oder Anmerkungen, helfen wir dir gerne. Zögere nicht, uns zu kontaktieren oder erhalte erste Inspirationen bei einem kostenlosen Kennenlerngespräch.

Die richtigen SEO-Keywords für deinen Shop

Keywords sind die wichtigsten Vokabeln im SEO. Das gilt auch für Online-Shops. Es geht darum, die Suchbegriffe zu identifizieren, nach denen potenzielle Kunden suchen. Dabei solltest Du zwischen zwei Keyword-Arten unterscheiden.

Informative vs. kommerzielle Keywords

Informative Keywords

Diese Keywords sind allgemeiner Natur und zielen darauf ab, Informationen zu erhalten. Sie reflektieren meistens die Phase, in der sich potenzielle Kunden noch in der Recherche befinden. Sie haben demnach noch keine konkrete Kaufabsicht.

Kommerzielle Keywords

Im Gegensatz zu informativen Keywords signalisieren kommerzielle Keywords eine klare Kaufabsicht. Diese Keywords werden von Personen verwendet, die bereits ein Produkt kaufen möchten oder nach spezifischen Optionen suchen. Auf diese Keywords solltest Du also unbedingt gehen – sie sind für dich sehr relevant.

Wann verwende ich welchen Typen?

Mit informativen Keywords kannst Du durch Magazin-Beiträge und weiteren Inhalten Personen schon relativ früh auf deine Seite locken und mit deiner Marke vertraut machen. Das schafft dir einen Vorsprung vor der Konkurrenz. Beispiele: „Wie man Hemden bügelt“, „Tipps für gesunde Ernährung“, „Beste Laufschuhe für Anfänger“. Auf diesen Seiten verlinkst Du dann auf die passenden Produkte und Kategorien.

Um Nutzer weit unten im Funnel abzuholen, die bereits wissen, was sie kaufen wollen, nutzt Du kommerzielle Keywords. Deine Produkt- und Kategorieseiten sollten diese Suchintention abdecken. Beispiele: „Rote Damenhandtasche kaufen“, „Preisvergleich iPhone 13 Pro“, „Gaming-Laptop Samsung“.

SEO Keyword Optionen für Online-Shops im Funnel

Merke: Informative Keywords stehen eher am Anfang des Funnels, kommerzielle eher am Ende.

SEO-Tipp für Online-Shops

Eine ausgewogene Mischung aus informativen und kommerziellen Keywords ist ideal. Die informative Content-Erstellung hilft dabei, Autorität aufzubauen und Traffic zu generieren. Für gute Konversionraten und direkte Verkäufe eignen sich die kommerziellen Keywords am besten. Das gilt übrigens auch für SEA.

Keywords bei Produkt- und Kategorieseiten des Shops

Zwischen den kommerziellen Keywords kannst Du noch einmal unterscheiden. Produktseiten ranken naturgemäß für sehr spezifische kommerzielle Keywords. Dazu gehören etwa Marken- oder Produktnamen.

Für dein Online-Shop-SEO werden die Kategorieseiten daher besonders relevant. Über sie greifst Du in den allermeisten Fällen den meisten kommerziellen Traffic ab. Sie ranken auf generischere Keywords wie „Rucksack Kinder“ oder „Sportschuhe“, die trotzdem ein Kaufinteresse haben.

Das folgende Beispiel zeigt, dass Du dabei ein sehr hohes kommerzielles Suchvolumen ansprechen kannst:

Keyword Suchvolumen im Vergleich

In der Regel haben generischere Begriffe ein deutlich höheres Suchvolumen, wie der Vergleich „Sneaker“ vs. „Nike Air Force 1“ zeigt.

Dein Ziel sollte also sein, mit den Kategorien das große Suchvolumen abzudecken und über Verlinkungen auf die einzelnen Produkte weiterzuleiten. Klingt logisch, oder?

So findest Du SEO-Keywords

Bist Du dir diesem Unterschied bewusst, geht es an die Keywordrecherche. Auch das ist nicht so kompliziert, wie Du vielleicht denkst. Aber Du musst etwas Zeit (und Geld für Tools) investieren.

So geht’s:

  • Produktrelevante Begriffe: Mache eine Liste mit Begriffen, die direkt mit deinen Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung stehen. Die sind vor allem für die kommerziellen Keywords relevant.
  • Branchenspezifische Termini: Berücksichtige Fachbegriffe oder Schlagwörter, die in deiner Branche häufig verwendet werden.
  • Verwandte Themen: Denke über Themen nach, die deine Zielgruppe interessieren könnten, die jedoch nicht direkt mit deinen Produkten verbunden sind. Das sind insbesondere informative Themen. Wonach suchen die Kunden, bevor sie überhaupt ein Kaufinteresse entwickeln?
  • Konkurrenzanalyse: Untersuche, welche Keywords deine Konkurrenten verwenden. Tools wie SEMrush ermöglichen einen Einblick in die Keywords, für die andere Websites ranken.
  • Identifiziere Lücken: Finde Keywords, für die deine Konkurrenz gut rankt, die aber auf deiner Website noch nicht ausreichend abgedeckt sind.
  • Short-Tail-Keywords sind kurze Phrasen oder Begriffe, nach denen deine Zielgruppe sucht. Sie haben häufig ein hohes Suchvolumen. Allerdings gibt es für diese Keywords auch viel Konkurrenz.
  • Long-Tail-Keywords sind spezifischer und haben oft weniger Wettbewerb. Sie zielen auf eine präzisere Suchintention ab, was für deinen Online-Shop mit Nischenprodukten äußerst effektiv sein kann. Denk also auch mal daran!
  • Kundenfeedback und FAQ: Auch die Fragen und Begriffe, die deine Kunden häufig verwenden, sind wichtig. Wirf mal einen Blick in die Kommentarspalten, Rezensionen oder Mails. Diese können wertvolle Keywords fürs SEO liefern.
  • Verwende Tools wie Google Keyword Planner, SEMrush oder Ahrefs, um die Keywords zu identifizieren, die nach Suchvolumen und Konkurrenz für dich am besten sind.
SEO-Tipp für Online-Shops

Denke daran, dass es nicht nur um das Suchvolumen geht, sondern auch darum, wie relevant und spezifisch das Keyword für deine Produkte oder Dienstleistungen ist. Überprüfe und aktualisiere deine Keyword-Liste außerdem regelmäßig. Die Bedürfnisse und Suchtrends der Kunden ändern sich im Laufe der Zeit, daher ist eine kontinuierliche Anpassung wichtig.

Onpage SEO: Kategorie- und Produktseiten des Online-Shops

Keine Frage: Neben deinen Content-Seiten, mit denen Du auf die informativen Keywords rankst, sind Kategorie- und Produktpages mit Abstand die wichtigsten. Ihre Optimierung wird einen Großteil deiner SEO-Arbeit für den Online-Shop ausmachen. Man nennt das Onpage-Optimierung.

Mit diesen Tipps bist Du bei den Seiten schon gut aufgestellt:

SEO-Tipps für Kategorieseiten

  1. Titel und Meta-Beschreibungen optimieren: Verwende kommerzielle Keywords, um die Kategorie präzise zu beschreiben. Diese sollten in deinem SEO-Snippet vorkommen.
  2. Texte und Inhalte: Ja, SEO-Texte sind auf den Kategorieseiten noch immer wichtig. Google kann mit der Textform am besten umgehen. Und auch für den Nutzer sind diese Inhalte interessant. Mit deinem Text solltest Du die Suchintention der Nutzer abdecken. Finde heraus, was genau der Nutzer wissen will – und gib Antworten auf diese Fragen. Wiederhole außerdem keine Inhalte von anderen Kategorieseiten oder Produktseiten. Das straft Google ab.
  3. Bilder optimieren: Verwende aussagekräftige Bilder mit Alt-Tags und Dateinamen, die Keywords enthalten. Bilder helfen nicht nur dem Nutzer, sich zu orientieren. Auch für die Google Bildersuche im SEO sind sie relevant. Achte darauf, dass die Fotos schnell laden, und reduziere ihre Größe. Tipp: Nutze Tools wie tinypng, um die Bilder zu komprimieren.
  4. Benutzerfreundlichkeit: Auch die Usability deiner Kategorieseite hat Einfluss auf das SEO-Ranking des Online-Shops. Je länger Nutzer auf der Seite bleiben und je weniger sie abspringen, desto besser. Biete Filtermöglichkeiten, damit Nutzer die Produkte nach verschiedenen Kriterien wie Preis, Marke, Größe usw. sortieren können. Und vermeide übermäßige Komplexität. Halte die Filteroptionen übersichtlich und verständlich.
  5. Verlinke verwandte Kategorien, Produkte und Content-Seiten: Setze interne Links, um eine bessere Navigation zwischen verwandten Kategorien und Produkten zu ermöglichen. Außerdem kannst Du auf deine Content-Seiten verlinken, die zum Thema passen. Das hilft Suchmaschinen (und dem Nutzer), die Verbindung zwischen den Seiten zu verstehen.
SEO-Tipp für Online-Shops

Halte die Kategorieseiten aktuell und füge regelmäßig neue Produkte hinzu, um die Aktualität und Relevanz für Suchmaschinen zu steigern. SEO ist kontinuierliche Arbeit. Es ist also nicht mit der einmaligen Optimierung getan.

SEO-Tipps für Produktseiten

  1. Produktbeschreibung: Natürlich ist eine gute, einzigartige und passende Produktbeschreibung das Herzstück deines SEOs. Vermeide es, einfach nur die Herstellerbeschreibungen zu kopieren. Das wertet Google als Duplicate Content und stuft deine Seiten herunter. Natürlich sollten auch hier wieder deine kommerziellen Keywords vorkommen.
  2. SEO-Snippet: Das Snippet – Titel und Beschreibung, die bei Google angezeigt werden – ist kurz und aussagekräftig. Dein Ziel sollte sein, den Nutzer zum Klicken zu animieren. Füge also USPs und einen Call-to-Action ein, die überzeugen.
  3. Bilder und Videos: Multimediale Elemente auf den Produktseiten helfen nicht nur dabei, dass Nutzer das Produkt verstehen. Sie sind auch für dein Shop-SEO relevant. Achte auf aussagekräftige Dateinamen, Alt-Titel und kleine Dateigrößen, um die Ladezeit zu optimieren. Mit How-to-Videos oder Clips, die das Produkt in Aktion zeigen, erhöhst Du zudem die Nutzerinteraktion. Das ist ebenfalls ein relevantes SEO-Kriterium.
  4. Benutzerbewertungen und -kommentare: Diese können nicht nur die Sichtbarkeit erhöhen, sondern auch das Vertrauen der Kunden stärken. Außerdem verwenden deine Kunden auch mal andere Begriffe. Heißt: Deine Produktseite bekommt neue SEO-Keywords, auf die dein Online-Shop ranken kann.
SEO-Tipp für Online-Shops

Füge strukturierte Daten wie Produktbewertungen, Preise und Verfügbarkeit hinzu, um die Chancen auf Rich Snippets zu erhöhen. Dein Online-Shop bekommt dadurch mehr Platz bei Google. Mehr zu den Produkt-Markups erfährst Du hier.

Erweiterte Snippets boosten das SEO für Online Shops

So optimierst Du die Online-Shop-Struktur für SEO

Eine gut strukturierter Online-Shop ist ein wichtiger Faktor für gutes SEO. Die Struktur ermöglicht es Suchmaschinen, deine Seiten leicht zu indexieren und zu priorisieren. Und natürlich erleichtert sie den Nutzern, die richtigen Produkte zu finden.

Warum ist eine gute Website-Struktur wichtig für SEO?

  • Crawlbarkeit: Eine gute Struktur ermöglicht Suchmaschinen-Crawlern, alle Seiten zu indexieren und zu verstehen, was auf der Website vorhanden ist.
  • Benutzererfahrung: Eine logische und einfache Navigation verbessert die Erfahrung der Nutzer, reduziert die Absprungrate und erhöht die Verweildauer auf der Website, was sich wiederum positiv auf das Ranking auswirkt.
  • Verteilung von Linkjuice: Die Struktur hilft dabei, Linkjuice effektiv zwischen verschiedenen Seiten zu verteilen. Damit ist die SEO-„Power“ gemeint, die eine Seite durch eine Verlinkung auf eine andere überträgt.

Eine übliche Daumenregel ist die „Drei-Klicks-Regel“. Das bedeutet, dass ein Besucher mit höchstens drei Klicks jede Seite auf deiner Website erreichen sollte. 

Die „Drei-Klicks-Regel“ spiegelt sich sowohl in deinen Verlinkungen als auch den URL-Verzeichnissen wider:

Verlinkungen innerhalb der Website

  • Interne Verlinkung: Verknüpfe Kategorieseiten, Produktseiten und relevante Inhalte miteinander. Dies erleichtert nicht nur die Navigation für Benutzer, sondern zeigt auch Suchmaschinen die Verbindung zwischen den Seiten. Die Seiten bestärken sich gegenseitig, weil Google die Relevanz der Inhalte überträgt.
  • Breadcrumb-Navigation: Breadcrumb-Navigationen zeigen die Hierarchie der Website an. Sie ermöglichen es Benutzern wie Suchmaschinen, leicht zwischen verschiedenen Ebenen zu navigieren.
Verlinkungen verbessern das SEO in Online-Shops

Durch die Breadcrumb Navigation bei About You wissen die Nutzer, wo sie sich befinden.

URL-Verzeichnisse und deren Bedeutung fürs Shop-SEO

  • Verzeichnisstruktur: Eine Verzeichnisstruktur in den URLs trägt dazu bei, dass Suchmaschinen den Inhalt besser verstehen können. Beispiel: Online-Shop.de/Kategorie/Produktname. So wissen Suchmaschinen, welche Produkte zu welcher Kategorie und damit zu welchem Themengebiet gehören.
  • Keywords in der URL: Denke immer daran, relevante Keywords in den URLs zu verwenden, um die Relevanz der Seite für Suchmaschinen zu signalisieren. Halte die URLs möglichst kurz und präzise. Man spricht dabei von „sprechenden URLs“.
Schlechtes Beispiel einer URL:
„online-shop.de/home/produkte/44889“
Gutes Beispiel einer sprechenden URL:
„online-shop.de/sportschuhe/adidas-supernova-laufschuhe“
SEO-Tipp für Online-Shops

Eine gute Struktur ist dynamisch und sollte sich den Bedürfnissen deiner Besucher anpassen. Überprüfe also regelmäßig die Website-Struktur. Auch wenn neue Seiten hinzukommen, sollten diese gut in die Struktur eingefügt werden. Denke dabei auch an deine Content-Artikel. Hier lohnt sich auch, sogenannte Content-Hubs zu bauen.

Technisches SEO für Online-Shops

Geschwindigkeit, mobile Optimierung und Struktur – das sind die wichtigsten Punkte beim technischen SEO für Online-Shops. Von einigen Punkten hast Du bereits gelesen. Da die technische Komponente aber so wichtig ist, gehen wir hier nochmal genauer auf sie ein.

Kannst Du einen Haken machen? Diese Basics müssen sitzen

Es gibt ein paar Basics, die für jede Website gelten. Überprüfe, ob dein Online-Shop die folgenden Anforderungen erfüllt:

  1. Ladezeiten und Performance:

Die Geschwindigkeit deiner Website beeinflusst maßgeblich die Nutzererfahrung und das Ranking in Suchmaschinen. Reduziere Ladezeiten durch die Optimierung von Bildern, die Verwendung von Caching-Techniken und die Komprimierung von Dateien. Je schneller, desto besser.

  1. Mobile Optimierung:

Ganz klar: Eine mobilfreundliche Website ist unerlässlich. Stelle sicher, dass deine Seite auf mobilen Geräten gut aussieht und leicht navigierbar ist. Google bewertet die mobile Version deiner Seite, nicht die Desktop-Version.

  1. URL-Struktur und Navigation:

Sorge für eine klare und logische Verzeichnisstruktur deiner URLs. Davon hast Du hier bereits gelesen. Zur Erinnerung: Verwende sprechende URLs, die den Inhalt der Seite widerspiegeln, und optimiere die interne Verlinkung und Struktur auf die „Drei Klicks Regel“.

  1. Indexierbarkeit und Crawling:

Stelle sicher, dass Suchmaschinen deine Website gut crawlen können. Verwende die robots.txt-Datei, um zu steuern, welche Bereiche gecrawlt werden sollen. Und reiche eine XML-Sitemap ein, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Seiten indexiert werden.

  1. Technische Fehlerbehebung:

404-Fehlerseiten und Links, die ins Nichts führen, solltest Du vermeiden. Checke regelmäßig Verlinkungen und richte URL-Weiterleitungen ein, falls Du Seiten löschst.

  1. Sicherheit und HTTPS:

Sicherheitszertifikate sind für Websites heutzutage unerlässlich. Verwende eine HTTPS-Verschlüsselung.

  1. Strukturierte Daten:

Implementiere strukturierte Daten oder Schema Markup, um Suchmaschinen dabei zu helfen, deine Inhalte besser zu verstehen. Außerdem hast Du so die Chance, dein Suchergebnis bei Google optisch zu vergrößern.

Darauf müssen Online-Shops beim technischen SEO besonders achten

Für Online-Shops gibt es im technischen SEO eine ganze Reihe von Besonderheiten, auf die es zu achten gilt. Ein wichtiges Thema ist die Pagination, also die Unterteilung von Kategorien in mehrere Seiten.

Früher war es Gang und Gäbe, die Seiten ab der zweiten Seite auf noindex zu stellen. Das führte allerdings zu dem Problem, dass auch die darauf verlinkten Produkte keine Beachtung mehr von Suchmaschinen bekommen haben.

Zu empfehlen ist ein Mix aus verschiedenen Lösungen mit selbst referenzierenden Canonicals und z.B. einzigartigen Metadaten (durch Einfügen der Seitenzahl im Titel und der Description). Das schlägt unter anderem der SEO Markus Fritzsche vor.

Weiterhin wichtig für Online-Shops ist die Indexierung neuer Produkte. Sorge dafür, dass neue Produkte schnell in den Index der Suchmaschinen aufgenommen werden, indem Du regelmäßig aktualisierte Sitemaps einreichst. Verlinke neue Produkte von relevanten Seiten, Content-Artikeln und in den Kategorien.

Außerdem kann es schnell vorkommen, dass Online-Shops zu viele bzw. zu viele „dünne“ Seiten haben. Das betrifft vor allem die Produktseiten. Generell sollte die indexierte Seitenanzahl in einem Verhältnis zur Domain-Autorität stehen. Je stärker deine Seite, desto mehr indexierte Seiten kannst Du dir leisten.

Relevante Inhalte entlang der Customer Journey

Die oben genannten Dinge sind die Basics, die jeder Online-Shop abhaken muss. Richtig absetzen kannst Du dich aber erst mit gutem Content Marketing.

Das Content Marketing konzentriert sich darauf, Inhalte zu erstellen, die die Bedürfnisse, Interessen und Probleme deiner Zielgruppe ansprechen. Hier kommen also die von dir recherchierten informativen Keywords zum Einsatz.

Diese Inhalte können informative Blogposts, Produktvergleiche, Anleitungen oder auch Videos und Podcasts sein, die den Nutzern einen Mehrwert bieten.

Inhalte mit dem See-Think-Do-Care Modell

Ein gutes Mittel, um deine Inhalte zu organisieren, ist das See-Think-Do-Care Modell.

Vereinfacht ausgedrückt geht es darum, dass Nutzer zunächst ein Problem haben, das sie lösen wollen, bevor sie überhaupt ein Kaufinteresse entwickeln.

SEO-Tipp für Online-Shops

In den allermeisten Fällen suchen die Nutzer nicht nach Produkten, sondern nach Lösungen. Genau darauf musst Du deine Content-Marketing-Strategie ausrichten.

So sieht das See-Think-Do-Care Modell im Detail aus:

See Think Do Care

Das phasenkonzentrierte Modell des See-Think-Do-Care-Ansatzes im Marketing

  • SEE: Die erste Phase konzentriert sich darauf, die Aufmerksamkeit zu erregen und das Markenbewusstsein zu steigern. Hier braucht es allgemein formulierte, informative Inhalte, Ratgeber und Analysen.
  • THINK: Hier suchen die Nutzer nach Informationen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden. Sinnvoll sind in dieser Phase Produktvergleiche, Tests, Erfahrungsberichte und Anleitungen.
  • DO: In dieser Phase sind Nutzer bereit, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen. Hier kannst Du mit Inhalten wie Testimonials, FAQs und natürlich deinen Kategorie- und Produktseiten letzte Fragen aus dem Weg räumen.
  • CARE: Die Care-Phase zielt darauf ab, bestehende Kunden zu binden und zu loyalen Stammkunden zu machen. Auch sie können Inhalte suchen. Im SEO sind daher How-tos, Kundenservice-Inhalte und begleitende Inhalte zum Produkt sinnvoll.

Mehr erfahren? In unserem Blog erklären wir dir das See-Think-Do-Care Modell noch genauer.

Content Hubs als ideale Ergänzung

Ein Content Hub bündelt alle Content-Marketing-Aktivitäten zu einem Thema. Er dient damit als zentrale Anlaufstelle für deine Nutzer.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Stell dir vor, ein Nutzer sucht nach einer Lösung und kommt auf einen Magazin-Artikel von dir. Der Artikel ist Teil eines Content Hubs. Dadurch stößt der Nutzer nun auf weitere interessante Inhalte auf deiner Seite und findet Produkte und Lösungen, die ihn interessieren. Du hast ihn „gefangen“ und kannst ihn leichter konvertieren.

Content Hubs finden sich sowohl inhaltlich, in den Verlinkungen als auch in der URL-Struktur wieder. Sie sind ideal, wenn sich Online-Shops auf einem Themengebiet als Experten darstellen wollen. Allerdings hat Content an sich keinen Wert, wenn er nicht konvertiert. Denke daher immer daran, wie Du die SEO-Besucher in den Online-Shop bringen kannst.

Warum ist das fürs Online-Shop-SEO relevant? Ein Content Hub erhöht die Verweildauer und die Reichweite deiner Seite. Beides sind positive SEO-Rankingfaktoren des Online-Shops. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen wir dir anhand verschiedener Inspirationen in unserem Beitrag zum Thema Content Hubs.

Glückwunsch!

Nun kennst Du alle Basics für das SEO deines Online-Shops. Du brauchst Hilfe oder hast Fragen zu deinem spezifischen Anwendungsfall? Kontaktiere uns gerne. Wir helfen dir bei deinem Case.
So können wir dich unterstützen

Tl;dr

Keywords sind das Fundament jeder Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops. Sie helfen dabei, relevante Suchanfragen abzudecken, sei es durch informative Keywords zur Aufmerksamkeitserregung oder durch kommerzielle Keywords, um die Kaufabsicht anzusprechen.
Produktbeschreibungen sind wesentlich für das SEO von Online-Shops, da sie die wichtigen Keywords enthalten. Gut optimierte Beschreibungen lassen Produkte weit oben bei Google ranken. Außerdem sind sie wichtig für die Nutzererfahrung, sodass Besucher länger auf der Seite verweilen.
Verwende generischere Keywords, gute Texte, relevante interne Links und aktualisierte Inhalte, um im SEO-Ranking zu steigen. Außerdem ist das Thema Pagination bei Kategorieseiten relevant, um doppelte Inhalte zu vermeiden.
Technisches SEO wie die Performance, mobile Anpassung und klare Website-Strukturen ist entscheidend, um in Suchmaschinen gut zu ranken. Es verbessert die Indexierung und sorgt dafür, dass sich der Google Bot und die Nutzer leichter auf der Seite zurechtfinden.
Content-Marketing hilft dabei, Aufmerksamkeit zu erregen und Besucher zu konvertieren. Durch relevante Inhalte wird Vertrauen aufgebaut und die Bindung zu Kunden gestärkt, was letztendlich das SEO-Ranking des Online-Shops verbessert. Je näher die Inhalte an den Produkten, desto höher ist die Conversion-Wahrscheinlichkeit.
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Philipp Tusch

Über Philipp Tusch

Philipp gründete bereits mit 14 Jahren sein erstes eigenes Unternehmen – ein News-Magazin, das er Jahre später erfolgreich veräußerte. Neben seinem Marketingmanagement-Studium sammelte er zudem praktische Erfahrungen als SEO und Online Marketer in verschiedenen Unternehmen und betrieb weiterhin nebenberuflich erfolgreiche eigene Online-Projekte. Durch sein tiefgreifendes technisches Verständnis kann Philipp Projekte und Strategien bis ins kleinsten Detail planen – ohne dabei das Big Picture aus den Augen zu verlieren.